Weniger Ertrag bei hoher Qualität

Nach einem milden Winter begann das Wein­jahr 2020 mit einem klimatisch idealen Frühling. Die frühen sommerlichen Tem­peraturen liessen die Trauben optimal reifen. Wegen der Trockenheit blieben sie kleiner und saftärmer als in den letzten Jahren. Durch den Hagelschlag vom 26. Juni und Schäden durch Wespenfrass und Kirschessigfliegen gestaltete sich die Traubenlese recht aufwendig, wir mussten viele Früchte aussondern. Mit dem Herbsten starteten wir drei Wochen früher als üblich. Unmittelbar vor dem Wetterumschwung am 24. September haben wir mit unserem fleissigen Team bei schönem Wetter die letz­-­ten Trauben gelesen.

Bei den weissen Sorten durften wir uns über einen durchschnittlichen Ertrag freuen, bei den Rotweinen ist er um einen Drittel kleiner ausgefallen. Die hervorragende Qualität unserer Trauben lässt uns trotzdem zufrieden auf das vergangene Rebjahr 2020 zurückblicken.

Die kurze Erntezeit forderte von unserem Kellerteam im neuen Barriquekeller einmal mehr Höchstleistungen! Es galt, die Trauben sorgfältig zu überwachen und selektiert zu verarbeiten. Die Traubenmoste haben wir ge­kühlt und bei kontrollierter Temperatur vergärt, damit der Reichtum der sorten­typischen Aromen und die Prägung der Lagen erhalten bleiben. Zugleich haben wir die inneren Werte der Trauben wie Zuckergehalt (Oechslegrad), Säuregehalt, Aroma und pH-Wert genau beobachtet. Nach der schonenden Pressung erfolgte der Feinausbau im Stahltank und / oder im Barrique. Ob weiss, rosé, frischfruchtig oder mit Holzeinfluss – der 2020er Wein ist ein Top-Jahrgang, der nahtlos an 2018 und 2019 anschliesst.